Allen die sich auf motorisierten Rädern bewegen oder bald bewegen wollen: Ein herzliches Willkommen!

Hier gibt es Informationen und Tipps für Fahrschüler, Anfänger und Kraftfahrer, die wissen, dass sie noch nicht alles wissen.

Donnerstag, 1. September 2016




Dies ist eine zeitlos gültige, genaue Anleitung für legal mögliche Praxisübungen vor der 1.Fahrstunde. Es wird angenommen, dass jeder Fahranfänger einen Autobesitzer in seinem Umfeld hat, der ihn wenigstens mal bei nicht laufendem Motor hinter das Lenkrad sitzen lässt. Vielleicht ist der Autoinhaber auch bereit, sich als Einweiser zur Verfügung zu stellen. In öffentlichem Umfeld wäre das illegal, wenn dabei der Motor liefe. Was ist öffentlich? Das wird hier erklärt. Auch bei stehendem Motor kann man viel üben. Das wird hier erklärt. Und was geht, wenn legal der Motor läuft? Man braucht nicht unbedingt einen Verkehrsübungsplatz, oft genügt der Platz vor der Garage oder im abgeschlossenen Hof um viele Übungen zu machen. Wie man dabei die Gefahr vermeidet, dass der Anfänger gegen die Wand fährt, wird in diesem Buch genau erklärt. Natürlich muss der Anfänger dann noch in die Fahrschule. Aber er hat dann richtige Vorkenntnisse. Das Buch spart nicht nur etliches Geld, sondern das Fahren macht später noch mehr Spaß, weil man es einfach besser kann.

Dieses Buch kann man bei mir beziehen (fahrofix07@online.de) oder beim Verlag epubli.de oder in jedem Buchhandel für 26,99 € , bei mir ist es ohne Versandkosten. 
ISDN 938-37418-4165-1
Es ist relativ teuer, das kommt davon, dass so viele Zeichnung und Bilder drin sind. Wenn man aber dadurch nur eine einzige Fahrstunde einspart, ist der Preis wieder drin. 
Bei Amazon kann es auch kaufen. http://amzn.to/2cpZcz2





Montag, 1. Februar 2016


Prüfung bestanden? Herzlichen Glückwunsch!
Nun denn, das hätten wir erst einmal. Das gibt einem doch ein angenehmes Gefühl, diese hübsche Karte nun auch in der Tasche zu haben.

Aber jetzt meine Freunde, heißt es aufgepasst!  Denn nun ist die schöne Zeit vorbei, dass ein alles sehender Fahr­lehrer neben einem saß und im Notfall geschwind ins Lenk­rad griff oder mal eben die Bremse betätigte. Oder durch eine paar nebenbei hingesagte Worte verhütete, dass man sich in eine schwierige Situation überhaupt erst hinein­ manövrierte. Jetzt steckt man in dieser Situation plötz­lich drin und muss sich selbst helfen. Bei Licht betrachtet beginnt jetzt eigentlich erst der Lernvorgang. Der Führerschein ist also nur die Berechti­gung, ohne Fahrlehrer weiterzulernen« Sind wir uns doch darüber im Klaren, dass die Fahrausbildung gar nicht voll­ständig sein kann  und das Wort "vollkommen" nehme ich überhaupt nicht in den Mund. Es gibt weiß Gott wieviele Dinge, welche mangels Gelegenheit niemals geschult worden sind - man denke einmal an das Fahren in Schnee, was ja im Juli schlecht trainierbar ist - und mit diesen Problemen muss der frischgebackene Führerscheinbesitzer eben selbst fertig werden.
Machen Sie aber bitte nicht den Fehler und legen Ihren frisch erworbenen Führ erschein auf Eis, vielleicht weil Sie noch kein eigenes Auto haben. Kaufen Sie sich eine billige alte Karre oder notfalls mieten Sie ein Auto.  Bleiben Sie auf jeden Fall in der Übung. In Übung bleibt man nicht, wenn man nur gelegentlich sonntags mal ein paar Kilometerchen durch die Landschaft schleicht.
Of't wird sich der Anfänger erst einmal nur wohl im Auto fühlen, wenn ein erfahrener Fahrer neben ihm sitzt.
Vergessen Sie aber nicht, wie es einem solchen Fahrer zumute ist, wenn ein Fahrküken am Steuer sitzt das womöglich noch offensichtlich Angst hat. Da hat der Nebensitzer mindestens gleichviel Ängste! Besonders wenn ihm auch das Auto, das gute Stück, noch selbst gehört. Denn er hat ja im Gegensatz zum Fahrlehrer .keine Eingreifmöglichkeit in Kupplung und Bremse und einem anderen Fahrer ins Lenkrad zu greifen, ist auch für den erfahrenen Kraftfahrer ungewohnt. Außerdem besteht da ein juristisches Problem.  Aus dieser Angst des Beifahrers ergeben sich häufig für den Anfänger sehr ungünstige Überreaktionen des Beifahrers: er schreit den Anfänger an, weil er sich anders nicht zu helfen weiß. Da ist es sicher besser, der Führerschein-Neuling setzt sich ganz alleine in ein Auto und fährt einfach los. Kopf hoch und Augen auf!
Junge Leute haben da meist sehr wenig Bedenken. Das ist ganz richtig so - nur darf die Fahrweise
nicht gleich bedenklich werden. Ich weiß da einen sehr bösen Fall:

Ein Automechaniker-Lehrling fuhr während der Fahrausbildung nicht nur gut, sondern ausgezeichnet. Auf der Landstraße musste der .Fahrlehrer zwar hin und wieder mahnen, nicht zu schnell zu werden, den Ermahnungen wurde aber immer sofort Folge geleistet. Die Prüfung verlief wie erwartet, mit Auszeichnung. Zuhause wartete schon ein eigenes Auto, ein Fiat  Tags darauf überholte dieser Lehrling seine eigene Mutter auf einer Landstraße. Er überholte mit hoher Ge­schwindigkeit in eine Linkskurve hinein, verlor die Kontrolle über das Fahrzeug, flog nach rechts hinaus, knallte seitlich gegen einen Baum und hatte sich dabei  tödliche Verletzungen zugezogen.
Jetzt fragt man sich, war nun der Fahrlehrer schuld? Hat es an der Ausbildung gefehlt? Oder war die Prüfung zu lasch? Oder wurde der Anfänger nicht häufig genug auf die Ge­fahren des schnellen Fahrens hingewiesen? Ich glaube, schuld war die Selbstüberschätzung.  Ausgelöst auch durch die Tatsache, dass das Fahren mit dem Fahrlehrer auch keinerlei Schwierigkeiten machte. Es ist halt schwierig, einen für das Fahren durchaus talentierten jungen Mann so zu programmieren, dass nachher, ohne Auf­sicht, nicht die PS mit ihm durchgehen.
Um die Folgen solcher Selbstüberschätzung gar nicht ein­treten zu lassen, möchte ich nachfolgend einmal aufzäh­len, welche Fahrvorhaben immer genau vorher durchdacht werden sollten, solange noch keine wirklich ausreichende Fahrpraxis vorhanden ist.

  1.       Schnellfahrten auf der Landstraße zur Erzielung einer bestimmten hohen Geschwindigkeit, insbe­           sondere zu Vergleichszwecken mit anderen.
  2.       Nachtfahrten über längere Strecken, insbeson­dere in fremder Gegend.
  3.       Fahrten in das Ausland, insbesondere in fremdsprachigen Städten und gar noch Linksverkehr               (England).
  4.       Fahrten im Gebirge, falls dieses ungewohnt ist.
  5.        Autobahnfahrten bei schwierigem Wetter, wie Nebel, Starkregen und Schneetreiben.
  6.       Fernfahrten zu Zeiten« wenn "die ganze Nation" unterwegs ist,  (Pfingsten» Heiligabend ete.)
  7.       Fahrten mit Wohnanhänger, Boots- oder Segelflugzeugtrailer. Fahrtechnik mit Anhängern muss           gelernt sein .Das gilt auch, wenn man „BE“ gemacht hat. Fahrschulen haben oft nur kleine                   übersichtliche Hänger dafür.
  8.       Ungewohnte Großfahrzeuge nur nach entsprechender Anleitung und Beaufsichtigung fahren, auch         wenn der Führerschein dafür gültig ist. Dazu gehören auch landwirtschaftliche Schlepper und               Bauma­schinen»
  9.        Fahrten zur Selbstdarstellung, insbesondere wenn junge Damen dabei sind,
  10.        Fahrten. bei schlechter gesundheitlicher Verfassung wozu bei Damen eventuell auch die Zeit der          Regel gehören kann,

Die Einhaltung dieser "zehn Gebote" schützt den Führerscheinfrischling sicher nachhaltiger vor Schaden als ein "Anfänger" Schild im Heckfenster. Wobei diese Aufzählung keineswegs den Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Es gibt sicher viele Vorhaben, die mir im Augenblick nicht einfallen und die der Neuling dennoch möglichst meiden sollte.
Aber verstehen Sie mich jetzt ja nicht falsch, Unter keinen Umständen sollen Sie sich jetzt nur bei allerschönstem Bilderbuchwetter ans Steuer wagen oder aus jeder schwierigen Situation ein Problem machen oder, schlimmer noch, sich nur mit Herzklopfen ans Lenkrad setzen. Nein, das meine ich nicht. Ich meine nur: Sie sollten nichts über das Knie brechen und sich an die schwierigeren Sachen erst einmal langsam herantasten. Sie werden es schon merken, viele Schwierigkeiten lassen sich gar nicht voraussehen. Da steckt man plötzlich drin und muss sie meistern. Und dann werden Sie sehen, es geht doch.

Deshalb feiern Sie heute mit Freunden Ihren neuen Führerschein und sehen Sie zu, dass Sie möglichst bald ein Auto zu Ihrer freien Verfügung haben. Und dann genießen Sie Ihre neue Freiheit. Viel Spaß!